Hypnose & Wissenschaft

Wie Hypnose wirkt und was sie kann

Wenn wir heutzutage das Wort "Hypnose" hören, dann denken wir zuallererst an die oft lächerlich machende Showhypnose, bei der Menschen scheinbar willenlos zu Tieren oder Gegenständen werden oder andere verrückte Sachen tun. Oder wir denken: Hypnose? Glaub ich nicht dran.

Ich möchte dir hier und vor allem in meinen Kursen erklären, was (seriöse) Hypnose wirklich ist, wie sie funktioniert und was sie bewirken kann.

Um dir das Thema schon jetzt etwas näher zu bringen, habe ich ein paar interessante Videos für dich herausgesucht, die zum einen nützlich und informativ sind und vor allem aber auch gut verständlich.

Das erste Video zeigt in sehr unterhaltsamer Art und Weise, wei Hypnose spielerisch funktionieren kann. Ich lege dir hiermit die Internet Seite von Alexander Hartmann an Herz. Auf seiner Seite und seinem Youtube Kanal erfährst du alles, was du über Hypnose im Coaching Bereich wissen willst. Alexander zählt zu den Top Hypnose Ausbildern Europas und vor allem seine gratis DVD "Die Hypnpse Revolution" kann ich dir nur empfehlen, um zu sehen wie Hypnose funktioniert, dass sie kein Hokuspokus ist und dass DU der Schlüssel zu deinen Gedanken bist.

Hypnose - was passiert in meinem Gehirn?

Vielleicht hast du dich auch schon einmal gefragt, was in deinem Gehirn während der Hypnose eigentlich passiert. Neurowissenschaftler konnten dies mittlerweile mit Hilfe eines MRT sichtbar machen. Du siehst genau, welche Bereiche deines Gehirns in Trance komplett abgeschaltet und welche höchst aktiv sind. Wenn du magst, findest du HIER ein tolles Video dazu

Schmerzabschaltung unter Hypnose?

Auch Professor Wolfgang H. R. Miltner, Inhaber des Lehrstuhls für Biologische und Klinische Psychologie an der Friedrich-​Schiller-​Universität Jena ist der Frage, was im Gehirn unter Trance passiert und welchen Einfluß dies auf unser Schmerzempfinden hat, auf den Grund gegangen.

 

Mit seinen Mitarbeitern hat er die Schmerzabschaltung mit Hypnose untersucht. Dabei saßen die Versuchsteilnehmer der Kontrollgruppe einfach nur ruhig da und bekamen nacheinander rund 300 schmerzhafte Hitzereize auf einen Finger. Daraufhin sollten sie sagen, wie schmerzhaft sie den Reiz empfanden und wie viel Widerwillen er hervorrief. Die Personen der zweiten Versuchsgruppe wurden hypnotisiert; dabei wurde ihnen suggeriert, ihre Hand sei völlig taub. In diesem Zustand wurden sie mit denselben Reizen stimuliert. Die Probanden der dritten Gruppe bekamen die gleichen Reize, allerdings waren sie nicht hypnotisiert, sondern wurden abgelenkt: Sie sollten einer Geschichte zuhören, um sie später nachzuerzählen. Bei allen drei Gruppen wurden während des Experiments die Hirnströme aufgezeichnet.

Sie entdeckten, dass die Nervenzellen im Gehirn unterschiedlich aktiv gewesen waren: Bei den Kontrollpersonen zeigte das Elektroenzephalogramm (EEG) während der Reizung einen starken Ausschlag. Bei den Personen, die durch die Geschichte abgelenkt worden waren, waren die Reize weniger intensiv und wurden auch als weniger schmerzhaft beschrieben. Die Information über die Reizstärke ist also offensichtlich nicht komplett im Gehirn angekommen. Bei den hypnotisierten Personen zeigte sich indes: Sie hatten ähnliche EEG-​Kurven wie die Kontrollpersonen, erlebten die Reize aber weniger schmerzhaft, so ähnlich wie die abgelenkten Personen.

Neurobiologisch bedeutet das: Unter Hypnose können verschiedene Verbände von Nervenzellen nicht mehr miteinander kommunizieren. Betroffen sind zum Beispiel Neuronenverbände, die unterscheiden, ob der Reiz als kurz und pulsierend empfunden wird oder früher schon einmal erlebt wurde. Für diese Dissoziation ist das Frontalhirn verantwortlich: Unter Hypnose scheint es die Kommunikation zwischen verschiedenen Netzwerken, die einzelne Reizaspekte bearbeiten, abzuschalten. Wenn der Hypnotiseur schließlich seinen Patienten "zurückholt", schaltet das Frontalhirn den Informationsaustausch zwischen den einzelnen Netzwerken wieder ein und alles wird wieder normal erlebt.

Quellen:

https://www.dasgehirn.info/aktuell/frage-an-das-gehirn/wie-funktioniert-hypnose-neurobiologisch

Feld voller Blumen

Hypnose & Geburt

Der britische Arzt Grantly Dick-Read erläuterte bereits in den 30er-Jahren zum ersten Mal das Prinzip des sogenannten Angst-Verspannung-Schmerz-Kreislaufs, nach dem die Angst der Gebärenden eine der Hauptursachen für den Geburtsschmerz darstellt. Nachdem sich Hypnose bereits zuvor als wirksam sowohl zur Angst- als auch zur Schmerzbekämpfung erwiesen hatte, lag der Einsatz in der Geburtsvorbereitung nahe. Auf dieser Basis entstanden ab den 80er-Jahren Methoden, wie das HypnoBirthing nach Marie Mongan.

Die Wirkung von Hypnose auf den Geburtsverlauf wurde seitdem wiederholt in wissenschaftlichen Studien untersucht und zwar vor allem im Hinblick auf folgende Faktoren:

    • Schmerzempfinden und Einsatz von Schmerzmitteln bei der Geburt

    • Geburtsdauer

    • Interventionshäufigkeit während der Geburt

    • Psychisches Wohlbefinden und körperliche Erholung nach der Geburt

Quelle: https://geburt-in-hypnose.de/wissenschaftliche-grundlagen/